DTM

Die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft, kurz auch nur DTM genannt, wurde erstmals 1984 ins Leben gerufen. Sie sollte unter diesem Namen jedoch ein kurzes Leben haben, denn schon nach 12 Jahren wurde sie zusammen mit dem International Touring Car Championship wieder eingestellt. In dieser Zeit war sie jedoch die wichtigste Rennserie im deutschen Motorsport und den deutschen Rennsport-Meisterschaften.


Anders als bei beispielsweise dem Formel 1 Rennen geht es bei den Tourenwagenrennen auch Rad an Rad, was es dem Zuschauer um einiges interessanter macht. Immer noch ist es die Geschwindigkeit, der Erste, der ins Ziel kommt, was den Sieg ausmacht, doch die Art des Rennen ist wesentlich 'hautnaher'. In den absoluten Anfängen wurde das Rennen im benachbarten Belgien, in Zolder, ausgetragen. Das Medieninteresse fehlte jedoch und daher konnte das Rennen wenig populär gemacht werden. Durch das Verteilen von Freikarten stieg die Zuschauerzahl von einem Jahr aufs andere auf das 10-fache und somit war das Rennen in aller Munde. Bis zur Schließung der Rennen 1996 wurde es in 52 Ländern und auf 86 Sendern übertragen - eine wirkliche Leistung.


Die Tourenwagen waren unterschiedlicher Größe, Hubraum, Reifen, Motor, alles war individuell. Beteiligen taten sich namenhafte Autohersteller wie Audi, Opel, BMW, Alfa Romeo, Ford oder der Mercedes C-Klasse.
Im Jahre 2000 wurde die Nachfolgerin ins Leben gerufen: die Deutsche Tourenwagen Masters. Die Rennsportserie ist für Werks-Teams und wird von der Dachorganisation ITR und unter der Leitung des AMG-Mercedes Gründers H.-W. Aufrecht ausgetragen. Ähnlich den Rennwagen, sind sie mit Gitterrohrrahmen und Kohlefaser-Chassis ausgestattet und bekommen lediglich noch eine Kunstoffkarosserie aufgesetzt, die Serienautos ähnelt. Diese wurde jedoch im Voraus in einem Windkanal und auf Chancengleichheit angepasst.


Durch die Veränderung der Meisterschaften in Masters, sind auch Touren im Ausland erlaubt. In den letzten 10 Jahren haben sich Bernd Schneider und Timo Scheider die meisten ersten Plätze geteilt. Der Engländer Paul di Resta hat sich hauptsächlich in den letzten Jahren an die Spitze gefahren. Fast ausschließlich ist es Mercedes-Benz, nur zweimal war es der Audi A 4, der ihm den Sieg nahm.